Wie schnell die persönliche Online Reputation beschädigt werden kann zeigt die letzte Show von "Schlag den Raab" auf Pro7. Hier ist es das Ziel, Stefan Raab in verschiedenen Mini-Spielen zu schlagen und am Ende die meisten Punkte zu sammeln. Zumeist ist das Publikum auf der Seite der Kandidaten und freut sich mit ihnen über gewonnene Spiele. Doch dieses Mal trat der Kandidat derart selbstsicher und teilweise rechthaberisch auf, dass sich das Verhältnis umdrehte. Vor einigen Jahren wäre nach dem Ende der Show alles schnell vergessen gewesen, doch in Zeiten von Twitter, Facebook und Blogs schaukeln sich solche Geschichten schnell von kleinen Wellen zu stürmischer Brandung auf.
Wie ein Virus verbreiten sich Kampagnen in Sekundenschnelle unter anderem über Twitter. Schnell wurde ein passender Tag gefunden, unter dem jeder Tweet auffindbar wird: #hassmartin. Darüber hinaus wurden Facebook- und StudiVZ-Gruppen gegründet, Blogposts geschrieben und T-Shirts designt. Eine Übersicht zu den Ereignissen bietet http://www.hassmartin.de
"Hans-Martin S. steht für den ersten großen Präzedenzfall, in dem der persönliche Ruf in Windeseile durch das Internet zerstört wurde. Die Google-Ergebnisse werden zumindest in den nächsten 12 Monaten noch negative Ergebnisse liefern, da muss jetzt viel in das Online Reputations Management investiert werden, um überhaupt wieder neutrale Ergebnisse zu bekommen", sagt Christian Schlender, Suchmaschinenoptimierer und Seitenbetreiber von hassmartin.de.


