Nachdem der öffentlich-rechtliche Rundfunksender rbb, radio multiculti abgeschaltet hat, entstand die Idee eines selbst verwalteten und finanzierten Online Radios. Durch Unterstützung unter anderem der Berliner Kreativ- und Musikwirtschaft vertreten durch Christoph Borkowski (Präsident der Berlin Music Commission) oder Klaus J. Bade (Deutschlands bekanntester Migrationsforscher).
radio multicult2.0 (http://www.multicult20.de) setzt auf
mehr Interaktion: im Gegensatz zum alten Sender liegt das
Hauptaugenmerk nun auf Mitbestimmung durch seine
Hörerschaft. Deren Anregung soll
zur Weiterentwicklung des Online-Senders beitragen. Die
benutzerfreundliche und mehrsprachig neu angelegte
Homepage bietet Unterhaltung und Information.
Im Mittelpunkt steht von Montag bis Freitag das
„CultMagazin“, live von 12 bis 14 Uhr mit aktuellen
Nachrichten aus Politik und Kultur, Reportagen,
Interviews, Veranstaltungstipps etc. Im Tagesreport
„Eingefangen“ finden sich Brennpunkt-Themen aus Berlin
und Brandenburg wieder, wechselnde Rubriken wie die
„internationale Presseschau“, die „CD der Woche“,
„Film der Woche“, „eco mondo – Leben und Umwelt“
oder der „Gaumenguide“ schlagen den Bogen vom
Presseaufmacher bis zum „Eingemachten” der
internationalen Küche.
Projektleiterin Brigitta Gabrin: „Sieben Wochen nach dem
Sendestart haben wir einen wichtigen Meilenstein
geschafft. Die von vielen Hörern gewünschte
Frühstückssendung muss noch etwas warten. Wir arbeiten
mit Hochdruck am Ausbau unserer Kapazitäten.”
radio multicult2.0 ruft unterschiedliche Projekte ins
Leben, u.a. zusammen mit der Kreuzberger Street University
ein junges „radio für postmigrators”. Zusätzlich zu
seinem Globetrotter-Magazin „Auf Reise“ bietet Ulf
Hoffmann eine Plagiat-Show an: „Cover my world“.
Die frühen Abendstunden sind den muttersprachlichen
Sendungen gewidmet. Als einziger Sender in Deutschland
produzieren wir ein Programm in Vietnamesisch. Dazu gibt
es südslawische Sprachen, Kurdisch, Persisch und Arabisch
sowie ein türkisches und polnisches Musikmagazin. In
Vorbereitung ist eine chinesische Sendung. Mit Hilfe der
neu entwickelten iMedia Software der Firma Audiantis
werden unsere Hörer einige dieser Sendungen zeitgleich
auch in deutscher Sprache hören können.
In die Nacht begleiten Musikmagazine aus Berlin und
anschließende Übernahmen von kooperierenden Sendern aus
Europa, Afrika und Südamerika.
Um gemeinsam die Vision von einem inter-aktiven,
inter-kulturellen und inter-essanten Radio, das mehr ist
als nur Radio, zu verwirklichen, werden noch Unterstützer
gesucht: ehrenamtliche Mitarbeiter mit Erfahrung im
Medienbereich, Management oder Sekretariat. Und natürlich
begrüßt das Team jede finanzielle Spende, um radio
multicult2.0 (http://www.multicult20.de) zu sichern und
somit die Radio-Landschaft weiterhin mit Vielfalt zu
bereichern.
radio multicult2.0
Das interkulturelle und multikulturelle Radio bietet ein
Programm, das bunt, aktuell, kritisch und politisch ist.
Die dazugehörige Worldmusic, die vom gesamten Planeten
stammt wird hier bunt durcheinander gemischt. Die
Programmphilosophie steht für Integration in der
Vielfalt. radio multicult2.0 spricht in verschiedenen
Sprachen und berichtet von Korea bis Kroatien, von
Brasilien bis Belgien, von Sri Lanka bis
Südamerika.



