Aachen, 15. August 2008.- Minkenberg Medien und das Ingenieurbüro Dr. Plesnik, zwei Mitglieder des BVMW Kompetenzkreises IT, beantworten Fragen zum sogenannten Web 2.0: Was impliziert das Schlagwort "zweite Webgeneration"? Brauche ich als Unternehmer das Web 2.0? Welche neuen Geschäftsmodelle und innovativen Marktforschungstools verbergen sich darin?
"Web-2.0-Funktionalitäten bieten den Unternehmen Möglichkeiten, die Nutzer interaktiv in Anwendungen einzubinden und dadurch einen tiefen Kundeneinblick zu erhalten", erklärt der Geschäftsführer von Minkenberg Medien, Elmar Bransch, die Marketing-Aspekte der zweiten Web-Generation. "Außerdem kann man die in Blogs und Nutzerforen geäußerten Ansichten kompakt einfangen, um herauszufinden, wie die öffentliche Meinung zum Unternehmen oder zu bestimmten Fragestellungen ist." Dies eröffne ganz neue Chancen, aktive Marktforschung zu betreiben.
"Neue Web-Techniken erlauben es, preiswert und schnell Video-Konferenzen aufzubauen, über das Internet zu telefonieren und Dokumente web-gestützt abzulegen", berichtet auch Dr. Walter Plesnik vom Ingenieurbüro Dr. Plesnik aus seiner Erfahrung. "Der nächste Schritt ist, klassische Betriebssysteme durch Web-Portale zu ersetzen und Web-Links in ERP-Systeme wie SAP zu integrieren, so dass zu jedem Vorgang auf die dazugehörigen Dokumente zugegriffen werden kann." Dies erleichtere und verkürze Arbeitsprozesse und wirke sich im Sinne einer Green IT auch letztlich energie- und papiersparend aus.
"Welche der neuen Techniken ich nutzen will, hängt immer von meinem Geschäftsmodell und meinen Zielen ab", ergänzt Dr. Plesnik. "Wenn ich zum Beispiel ein Blog eröffne, muss ich dafür Personal bereitstellen, und ich gehe auch ein gewisses Risiko ein: Ich mache mein Unternehmen transparent und lasse die Kunden so nahe heran, dass auch negative Dinge zur Sprache kommen können." Die Entscheidung für oder gegen ein Blog hänge somit von der Größe, der Ausrichtung und der Philosophie des Unternehmens ab.
"Soziale Netzwerke wie XING sind nicht nur nützlich, wenn man auf der Suche nach einem neuen Job oder alten Studienfreunden ist", erklärt Elmar Bransch weiter. "Im Business-Bereich habe ich hier die Chance, Geschäftspartner wiederzufinden, die das Unternehmen gewechselt haben, oder gezielt nach bestimmten Dienstleistungen und Qualifikationen zu suchen." Nicht zuletzt biete Web 2.0 Schnittstellen, Software im Web bereitzustellen, die gemietet werden kann (SaaS - Software as a Service). Das erspare dem Käufer den Aufwand für die Pflege und Installation sowie den Kauf von Hardware - verlange andererseits aber ein gewisses Vertrauen in die Sicherheit des Anbietersystems und in den Datenschutz.
Zusammenfassend kann man sagen: Alle Unternehmen nutzen das Web 2.0 schon mehr oder weniger. Insofern lautet die Frage nicht, ob ein Unternehmen es braucht, sondern inwieweit es Web-2.0-Funktionen in seine Website und seine Geschäftsprozesse integrieren möchte. Die Antwort hängt von der Größe des Unternehmens und von seiner Ausrichtung ab.
HINTERGRUND.
Der Begriff "Web 2.0" bezieht sich eher auf eine
veränderte Nutzung und Wahrnehmung des Internet als auf
spezifische Technologien, die diese ermöglichen. Der
wichtigste Aspekt: Inhalte werden nicht mehr nur
zentralisiert von großen Unternehmen erstellt und über
das Internet verbreitet, sondern von einer Vielzahl von
Individuen, die sich mit Hilfe sozialer Software
zusätzlich untereinander vernetzen. Typische Beispiele
sind Wikis, Blogs, Foto- und Videoportale wie Flickr und
YouTube, soziale Netzwerke wie MySpace, XING und studiVZ
sowie Portale und Tauschbörsen.
Die zugrundeliegenden Techniken wie Ajax und Web-API sowie RSS waren schon Ende des letzten Jahrzehnts entwickelt, sind aber jetzt erst durch die Verbreitung breitbandiger Internetzugänge allgemein verfügbar.
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Lösungen für IT-Fragen gesucht. Der Kompetenzkreis IT
sorgt dafür, dass die Unternehmen unter dem Dach des BVMW
auf informationstechnischem Gebiet immer auf dem neuesten
Stand sind.
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