Berlin, 15. Juni 2009.- TeleTrusT Deutschland hat die
Warnung von Jörg Ziercke, dem Präsidenten des
Bundeskriminalamtes (BKA), vor den Gefahren des Internet
bestätigt. Die IT-Sicherheitsexperten fordern den
konsequenten Einsatz von Techniken, die die genannten
Risiken substanziell und nachhaltig ausräumen. Forciert
durch den Interessenverband TeleTrusT hat die deutsche
Industrie in Kooperation mit internationalen Herstellern
Konzept und Komponenten des Trusted Computing entwickelt,
die Rechner von Behörden, der Wirtschaft und privaten
Nutzern zu vertrauenswürdigen Plattformen machen.
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Der Interessensverband TeleTrusT klärt darüber auf, dass die bestehenden Unsicherheiten beim online-Banking und anderen kritischen Anwendungen technisch bereits ausgeräumt werden können: "Man kann Sicherheitskomponenten in die Hardware integrieren und eine sichere Plattform anbieten, die das Rechnersystem vor Angriffen schützt", erklärt Professor Norbert Pohlmann, Vorstandsvorsitzender des TeleTrusT e.V. und Direktor des Instituts für Internet-Sicherheit der FH Gelsenkirchen. "Diese Technologie heißt Trusted Computing, und ihr wichtigster Baustein ist der manipulationssichere TPM-Chip, das Trusted Platform Modul." Die Technologie sei seit 2006 für PCs und andere computergestützte Systeme wie Mobiltelefone verfügbar und bereits in über 200 Millionen Notebooks eingebaut.
"Trusted Computing bedeutet nichts anderes, als dass die im PC verwendeten Hard- und Softwarekomponenten überprüfbar gemacht werden", ergänzt Dr. Holger Mühlbauer, Geschäftsführer von TeleTrusT. "Durch die Garantie von Integrität und Authentizität kann manipulierte oder böswillige Software isoliert und ein Eingreifen in sensible Prozesse ausgeschlossen werden." Die von BKA-Chef Ziercke beschriebenen Sicherheitsprobleme beim online-Banking könnten mithilfe von Sicherheitsplattformen auf der Basis von Trusted Computing ausgeräumt werden.
Die von BKA-Chef Ziercke beschriebenen Sicherheitsprobleme erfordern langfristig den nachhaltigen Einsatz vertrauenswürdiger Plattformen. Nach Ansicht der Experten ist die Vertrauenswürdigkeit von Endgeräten und IT-Infrastruktur eine essentielle Voraussetzung für das weitere Wachstum verlässlicher elektronischer Dienste.
"Der Nutzer muss wieder Vertrauen in seinen Rechner gewinnen, sonst wird die IT wertlos für jegliche sensiblen Transaktionen", so Ammar Alkassar, Vorstandsmitglied von TeleTrusT und Vorstandschef der Technologieschmiede Sirrix AG. "Das ständige Stopfen von entdeckten Sicherheitslücken kann die Auswirkungen zwar kurzfristig reduzieren, ist aber kein nachhaltiger Schutz gegen Angriffe."
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Über TeleTrusT
Deutschland e.V.
Der gemeinnützige Verein TeleTrusT Deutschland hat das
Ziel, vertrauenswürdige und verlässliche
Rahmenbedingungen für den Einsatz von Informations- und
Kommunikationstechnik zu schaffen. Seit der Gründung im
Jahr 1989 entwickelte sich der Verein zu einem weithin
bekannten und geachteten Kompetenznetzwerk in Fragen der
angewandten IT-Sicherheit in Deutschland und Europa. Heute
vertritt TeleTrusT mehr als 90 Mitglieder aus Industrie,
Wissenschaft und Forschung sowie Behörden.
Die Mitglieder engagieren sich in Projektgruppen zu aktuellen Fragestellungen der IT-Sicherheit und des Sicherheitsmanagements und profitieren vom gegenseitigen Know-how-Austausch. Die von TeleTrusT als Projekt betriebene European Bridge-CA stellt mittlerweile über 700.000 Public-Key-Zertifikate der angeschlossenen Teilnehmer für sichere E-Mail-Kommunikation im Internet zur Verfügung. Mit dem von TeleTrusT eingeführten T.I.S.P.-Zertifikat können sich Experten ihre profunden Kenntnisse in der IT-Sicherheit attestieren lassen.
TeleTrusT sucht und pflegt die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen gleicher Zielsetzung. In diesem Kontext werden internationale Konferenzen mitveranstaltet (beispielsweise ISSE) und die Präsenz deutscher Unternehmen bei wichtigen Veranstaltungen unterstützt (u.a. BSI-Kongress, CeBIT, IT-SA, RSA Konferenz in San Francisco).



