Berlin – Unter dem Motto "Die Kraft des Schweigens" findet am 18. September in Berlin der diesjährige Kongress des Verbands der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) statt. In den Räumen der nordrhein-westfälischen Landesvertretung wird sich einen Tag lang alles um Worte und Sätze drehen, die nicht gesprochen werden: um Pantomime, das Leben in Stille und um die Kunst in der politischen Kommunikation zum richtigen Zeitpunkt das Richtige – oder auch gar nichts – zu sagen.
Für die Vorträge und Diskussionen hat der Verband
prominente Referenten gewinnen können, die alle auf ihre
Art und Weise beruflich, als Lebensphilosophie oder aus
politischer Überzeugung mit dem Thema umgehen:
Franz Müntefering, Bundesminister a.D. und ehem.
Parteivorsitzender
Kai Diekmann, Chefredakteur der BILD-Zeitung
Klaus Mertes, Jesuitenpater und Rektor des Berliner
Canisius-Kollegs
Burkhart Seidemann, langjähriger Leiter des
Pantomime-Ensembles am Deutschen Theater Berlin
Henryk M. Broder, Journalist und Autor ("Wie man politisch
inkorrekt ist")
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold – so einfach macht es sich der Verband nicht. "Wir wollen das schuldhafte Schweigen über alles, das deutlich ausgesprochen werden müsste, ebenso betrachten wie das kluge und bescheidene Schweigen", erklärt VRdS-Präsidentin Minita von Gagern. Ihr Anliegen ist es im Gewirr der medialen Geschwätzigkeit dem Kern des menschlichen, politischen und wirtschaftlichen Handelns mehr Raum zu bieten.
Seine Kongresse veranstaltet der VRdS alle drei Jahre, zuletzt 2005 zum Thema "Sprache und Menschenbild". Der Verband war 1998 als Zusammenschluss von Redenschreibern und Autoren gegründet worden. Heute zählt er rund 450 Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz.



