Doch das Ergebnis ist ernüchternd: Die völlig
überforderten Kinder, denen alle Hürden aus dem Weg
geräumt und kaum Grenzen gesetzt werden, entwickeln sich
zu disziplinlosen, kleinen Tyrannen. Und die Eltern
schauen hilflos dabei zu.
„Sie haben verlernt, genau das zu machen, was Eltern
normalerweise tun sollten, nämlich erziehen“, lautet
die Diagnose von Katrin Wilkens. In ihrem Buch „Der
alltägliche Erziehungswahnsinn“ zeigt sie kritisch und
zugleich unterhaltsam auf, wie der weit verbreitete Druck,
alles richtig zu machen, junge Eltern in Ratgeber suchende
Junkies verwandelt. Katrin Wilkens, selber Mutter dreier
Kinder, hat die skurrilsten Situationen beobachtet und
beschreibt den Erziehungsstress in unserer Gesellschaft.
„Den ganzen Druck, den wir Eltern uns machen – und das
ist mein erschreckendes Resümee –, ist ein typisches
zeitgeistiges Mittelschichtproblem. Ich möchte mit diesem
Buch zukünftigen und jungen Eltern mehr Gelassenheit
vermitteln, denn im Grunde braucht man ganz wenig, um
Kinder groß zu kriegen: einfach einen gesunden
Menschenverstand“, schreibt Kathrin Wilkens im
Schlusswort zu „Der alltägliche Erziehungswahnsinn“.
Der alltägliche Erziehungswahnsinn
Warum perfekte Eltern nerven
Westend Verlag / Frankfurt
gebunden, 224 Seiten, € 14,95
ISBN 978-3-938060-46-9
Katrin Wilkens, Jahrgang 1971, ist freie Journalistin, unter anderem für die Zeit, den Spiegel, die Süddeutsche, taz und Titanic. Sie studierte Rhetorik und Kulturwissenschaften und lebt heute mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Hamburg. 2009 erschien von ihr im Westend Verlag "50 einfache Dinge, die typisch deutsch sind".
Der Westend Verlag hat sich
auf kritisches Sachbuch mit den Schwerpunkten Politik,
Gesellschaft, Ökonomie und Ökologie spezialisiert.
Renommierte Autoren sind u.a.: Heiner Flassbeck, Ulrich
Thielemann, Peter Zudeick und Sven Plöger. Mit der
erfolgreichen Reihe »50 einfache Dinge…« leistet
Westend verständliche Wissensvermittlung.
www.westend.de



