Der Autor
lernte die Kanzler Adenauer, Brandt und Schmidt bei seinen
ersten Einsätzen aus der Nähe kennen. Den größten Teil
seiner Lebensreise stellte er Verbindungen zwischen
Funkantennen und zwischen Menschen auf dem Schwarzen
Kontinent her. Seine Episoden sind chronologisch geordnet,
locker geschrieben und oft zum Schmunzeln. Aber auch die
ernste Not Afrikas entgeht seinem kritischen Blick nicht.
Ihn ärgern zum einen die bürokratischen und
disziplinarischen Hürden, die ihm die humanitäre Hilfe
am Rande seiner Aufgaben erschwert haben. Zum andern
blickt er besorgt auf die Raffgier der afrikanischen
Diktatoren und pseudo-demokratischen Machthaber, die er in
verschiedenen Ländern des Schwarzen Kontinents hautnah
erleben musste. Ein Stück Zeitgeschichte aus erster Hand,
das u.a. über die Stationen Tanzania, Zaire, Äthiopien,
Gambia, die Elfenbeinküste und Zimbabwe führt. Im
Spannungsfeld zwischen der praktischen Organisation des
Alltags, dem nachrichtendienstlichen Auftrag und teilweise
bürgerkriegsähnlichen Zuständen lernt der Leser viel
Wissenswertes über Afrika und die Ohnmacht deutscher
Entwicklungshilfe. Das aktuelle Nachwort von 2009
berichtet vom heutigen Südafrika, der Wahlheimat des
Autors. Helmut Erhardt: Afrika begann in Pullach. Für den
BND auf dem Schwarzen Kontinent. 1958-2000. 464 Seiten,
Broschur, Edition Leyhausen, ISBN 978-3-00-028558-5, 16.80
Euro.
Leseprobe:
www.afrika-begann-inpullach.de
http://www.picolodia.com/storage/prtrend/square_87lrsj. jpg


